[Rezension] Arno Strobel – Die App [50/2020]

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Verlag: Fischer
Autor: Arno Strobel
Übersetzung:
Veröffentlichung: 23.09.2020
Genre: Psychothriller
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 368
Preis ebook 14,99
Herkunft: Rezi Exemplar Netgalley
Reihe: nein


Du hast die App auf deinem Handy. Sie macht dein Zuhause sicherer. Doch nicht nur die App weiß, wo du wohnst …
Der neue Psycho-Thriller von Nr. 1-Bestseller-Autor Arno Strobel

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hamburg-Winterhude, ein Haus mit Smart Home, alles ganz einfach per App steuerbar, jederzeit, von überall. Und dazu absolut sicher. Hendrik und Linda sind begeistert, als sie einziehen. So haben sie sich ihr gemeinsames Zuhause immer vorgestellt.

Aber dann verschwindet Linda eines Nachts. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nicht die geringste Spur. Die Polizei ist ratlos, Hendrik kurz vor dem Durchdrehen. Konnte sich in jener Nacht jemand Zutritt zum Haus verschaffen? Und wenn ja, warum hat die App nicht sofort den Alarm ausgelöst?

Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet. Zu recht, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt …

Von Arno Strobel kenne ich bereits zahlreiche Bücher und da mich keins bisher enttäuscht hat, musste ich “Die App” natürlich auch lesen.

Der Hamburger Chirurg Hendrik kommt eines Nachts vom Dienst zurück und seine Frau Linda ist wie vom Erdboden verschwunden.

Hendrik wendet sich natürlich sofort an die Polizei und stößt dort erstmal auf taube Ohren. Die Beamten nehmen seine Sorgen nicht ernst und lassen ihn erstmal abblitzen. Es heißt, dass Linda mit einem anderen Mann durchgebrannt sei. Aber selbst als Hendrik feststellt, dass der Koffer von Linda und Kleidung fehlen, ist er felsenfest davon überzeugt, dass sie das Opfer einer Entführung geworden ist.

Am Ende beginnt er selbst tätig zu werden und erhält durch das Netz unerwartete Unterstützung von Opfern, deren Angehörige ebenfalls auf die selbe mysteriöse Weise verschwunden sind.

Arno Strobel hat einen leichten und sehr mitreißenden Schreibstil. Ich klebte regelrecht an seinen Lippen und konnte das Buch schnell nicht mehr aus den Händen legen. Die Erzählung hat sich abwechselnd mit den Opfern und mit Hendrik bzw. den Ermittlungen befasst. Beide Erzählstränge fand ich gleichermaßen spannend.

Die Charaktere wirken wie direkt aus dem Leben gegriffen. Hendrik hat vehement an seiner Liebe zu Linda festgehalten und zu keiner Sekunde daran gezweifelt, dass sie nicht freiwillig gegangen ist. Die weiteren Hauptcharaktere haben mir auch sehr gut gefallen, sie waren sehr undurchsichtig und ich wusste teilweise nicht mehr wem ich noch glauben konnte und wer ein falsches Spiel spielt.

Tempo war wie Spannung für mich von Anfang bis Ende vorhanden. Alles das was passiert ist musste genauso passieren um die Geschichte abzurunden. Ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt – im Gegenteil, die Recherche zum Thema Darknet fand ich super und habe viel gelernt.

Die Idee und Umsetzung haben mir sehr gut gefallen. Das Thema Smart Home trifft den Puls der Zeit – genau wie schon in seinem Vorgänger Offline. Ich selbst bin einer Haus Vernetzung sehr skeptisch gegenüber. Unteranderem genau wegen solcher Befürchtungen.

Ein echter Strobel, den ich vorbehaltlos empfehlen kann – man fliegt nur so durch die Seiten und das Ende überschlägt sich nur so.

Bewertung:

Schreibstil
Charaktere
Tempo
Spannung
Idee und Umsetzung

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

Meine Rezensionen erfolgen neuerdings per Spracheingabe, sollte etwas nicht so sein wie sonst, dann liegt das daran – bitte nicht wundern.

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Babsi
2. Oktober 2020 21:36

Echt? Du fandest das Ende toll? Mir hat es total den Spaß verhagelt als ich merkte, wer da alles mit drinhängt in dieser Geschichte. Mir hat aber auch “Offline” nicht so gut gefallen, weil zu vorhersehbar.

Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind.

LG Babsi

Babsi
Reply to  Nordlicht Lari
3. Oktober 2020 00:52

Ich habe bei “Offline” nicht verstanden, warum die am Anfang alle ihre Handys abgeben mussten. Das Hotel war so weit draußen, da war doch sowieso gar kein Empfang. Die hätten die Handys alle in der Tasche lassen können …..