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Verlag: blanvalet
Autor: Christine Brand
Übersetzung:
Veröffentlichung: 01.03.2020
Genre: Krimi
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 480
Preis ebook 11,99
Herkunft: selbst gekauft
Reihe: Teil 2 Milla Nova


Der blinde Nathaniel und sein kleiner Patensohn Silas geben ein merkwürdiges Paar ab – doch seit dem Tag, an dem Nathaniel Silas’ Mutter das Leben rettete, sind sie unzertrennlich. Jeden Monat besuchen sie gemeinsam die Komastation des Berner Spitals, doch heute stimmt etwas nicht. Eine fremde Frau liegt in dem Bett, in dem vier Jahre lang Silas’ Mutter lag. Der Oberarzt behauptet, sie sei gestorben. Doch es gibt kein Grab, keinen Totenschein, keine Antworten auf Nathaniels Fragen. Als seine gute Freundin, die Journalistin Milla Nova, herausfindet, dass in der Schweiz mehrere Komapatienten verschollen sind, wittert sie einen Skandal. Dann tauchen Leichen am Ufer der Aare auf, die alles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Nathaniel wird klar: Die verschwundene Patientin lebt – doch sie schwebt in tödlicher Gefahr …

Mir hat seinerzeit schon “Blind” wirklich gut gefallen und deshalb war es keine Frage, dass ich auch den zweiten Teil um Milla Nova lesen wollte.

Nathaniel besucht zusammen mit seinem kleinen Patensohn Silas jeden Monat Silas Mutter im Krankenhaus. Die Mutter liegt seit der Geburt des Jungen im Koma – er kennt sie also nur “schlafend”. Eines morgens jedoch ist etwas anders, Silas zögert und erklärt, dass die Frau im Bett nicht seine Mutter sei. Nathaniel ist verunsichert, er ist blind und kann sich nur schwer vorstellen, dass da eine andere Frau liegt. Aber er glaubt Silas und die beiden versuchen herauszufinden wohin seine Mutter verlegt wurde.

Im Krankenhaus selbst weiß niemand was mit Carole passiert ist. Es gibt keinerlei Einträge in ihrer Akte, nix, sie ist wie vom Erdboden verschwunden. Der Oberarzt schließlich behauptet, dass sie gestorben sei. Aber niemand weiß wo die Leiche hingebracht wurde. In seiner Verzweiflung wendet sich Nathaniel an die Journalistin Milla Nova, die ihm schon einmal sehr geholfen hat.

Mit ihrer Hilfe findet er mehr heraus als ihm lieb ist.


Der Schreibstil war wie von Christine Brand gewohnt locker und leicht. Es gab immer wieder kleine Anekdoten aus dem Vorgänger, so dass man beide Bücher unabhängig von einander lesen KÖNNTE. Ich würde aber empfehlen die Reihe mit Blind zu beginnen.

Die Charaktere haben mir genauso wie im ersten Band wirklich super gut gefallen. Man muss Milla Nova einfach lieben. Sie ist so herrlich tollpatschig und agiert oft ohne genau nachzudenken. Das macht sie sehr menschlich. Ich finde es schlimm wenn Charaktere wie Übermenschen dargestellt werden und alles Leid an ihnen abprallt. Das ist hier gar nicht, Milla Nova stolpert von einem Fettnapf in den nächsten und lockert durch ihre Art die Story etwas auf. Wenn es drauf ankommt kann sie dann auch zum Terrier werden und lässt nicht mehr locker.

Das Tempo war nicht durchweg vorhanden, aber das muss es auch nicht, das ist ein Krimi und wie in der Realität stocken die Ermittlungen manchmal einfach. Dafür war die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden. Manche Szenen habe ich zwar vorausgeahnt, aber das hat der Spannung nicht geschadet.

Die Idee und Umsetzung haben mich sehr gut unterhalten und ich war von der ersten bis zur letzten Seite ans Buch gefesselt. Mittendrin habe ich mich gefragt wie DAS alles zusammenhängen soll aber am Ende wird alles aufgeklärt und ich bleibe zufrieden zurück und kann für die gesamte Reihe nur eine Klare Leseempfehlung aussprechen!

Bewertung:

Schreibstil
Charaktere
Tempo
Spannung
Idee und Umsetzung

Gesamt:

4.8

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

Meine Rezensionen erfolgen neuerdings per Spracheingabe, sollte etwas nicht so sein wie sonst, dann liegt das daran – bitte nicht wundern.

1 Kommentar

  1. Ich mag tollpatschige Leute – das lockert immer bisschen auf und wie du sagst – macht sie menschlich.

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