[Rezension] Danny King – Das Haus der Monster[45/2020]

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Verlag: Luzifer
Autor: Danny King
Übersetzung: Heike Schrapper
Veröffentlichung: 29.05.2017
Genre: Horror, Grusel
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 272
Preis ebook 4,99
Herkunft: Geschenk
Reihe: Ja Teil 1 von 2


Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.
In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat …

Der britische Autor Danny King erzählt John Coals geheimnisvolle Lebensgeschichte in vier Episoden: düster, spannend und mit viel schwarzem Humor.

John Coal ist ein älterer kauziger Typ der abgeschieden in einer kleinen Waldhütte lebt. Die Jugend des Dorfes macht sich über ihn lustig und treibt diese Späße eines Tages so weit auf die Spitze, dass John ihnen eine Falle stellt und sie in seinen Keller lockt. Er möchte ihnen einen Denkzettel verpassen. Dort angekommen hält er sie erstmal unter Verschluss und beginnt damit, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Die Jungs machen sich weiterhin über ihn lustig vor allem der Anführer der Bande, aber schon bald merken sie, dass John eine ziemlich düstere Vergangenheit hat und nicht nur der ruhige alte Opi ist, wie es den Anschein hat.

Ich bin ziemlich schlecht in das Buch rein gekommen Der Anfang hat mich gelangweilt und ich habe einen roten Faden vermisst. Es war total komisch, weil es irgendwie 4 zusammenhanglose Geschichten waren die John erzählt hat. Zwischendrin waren dann immer kurze Episoden wie die Jungs zuhören im Keller und dann ging gleich nahtlos die nächste Geschichte weiter. Ich habe bis zum letzten Drittel nicht mit John mitgefiebert und hab nichtmal eine Sympathie für ihn gehabt, das machte das lesen nochmal zusätzlich schwer.

Mit den letzten beiden Geschichten allerdings hat er mich dann abgeholt und ich war endlich in der Story drin weshalb ich dann letztendlich auch tatsächlich auf die 4 Sterne Bewertung komme obwohl der Anfang so schwergängig war.

Der Schreibstil war locker und leicht – fast wie im Plauderton erzählte John die unmöglichsten Begebenheiten. Es war lustig und ich musste öfters schmunzeln über seine Antworten oder seine Ansichten.

Die Charakter Arbeit hat mir hier zum Beispiel wirklich gefehlt, weil außer John gab es nicht wirklich viele Charaktere die eine große Rolle gespielt haben. Die Begebenheiten waren wie 4 Kurzgeschichten und so hatte ich gar keine Zeit mich jeweils auf die unterschiedlichen Nebencharaktere einzustellen.

Das Tempo hat mir in weiten Teilen komplett gefehlt – es war wie gesagt eher so als würde mir jemand eine Geschichte vorlesen. Wirklich viel passiert ist nicht. Es sind zwar ein paar Monster aufgetaucht – Aber mitreißen konnte mich die Story bis zu den letzten beiden Geschichten überhaupt nicht. Zum Ende hin habe ich dann meine Zweifel über Bord geworfen und war mitten im Geschehen drin. Die letzten beiden Geschichten haben mich überzeugt und haben auch Spaß gemacht so dass ich mir tatsächlich auch den zweiten Teil noch kaufen werde.

Die Idee fand ich eigentlich recht gut – einzig die Umsetzung konnte mich nicht vollends begeistern. Mir fehlten ein wenig die Zusammenhänge von einer Geschichte zur nächsten so, dass ich nicht wirklich in den Lesefluss gekommen bin. Für Geister und Gruselfans ist diese Buch aber auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Bewertung:

Schreibstil
Charaktere
Tempo
Spannung
Idee und Umsetzung

Gesamt:

3.6

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

Meine Rezensionen erfolgen neuerdings per Spracheingabe, sollte etwas nicht so sein wie sonst, dann liegt das daran – bitte nicht wundern.

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Rina.P
9. August 2020 16:52

Ja – das stimmt – es gibt so wirklich keinen Zusammenhang. Ich hab es dann eher so verglichen mit älteren Herren, die einfach über ihre Vergangenheit plappern. Mein ehemaliger Nachbar hat das auch so gerne gemacht. Einfach mal was erzählt. Ich kenn sogar einen Kollegen, der ist in meinem Alter – der macht das auch so. Kommt, bringt paar Pakete für mich und erzählt mir irgendwas, womit ich überhaupt nichts anfangen kann….
So in etwa kam mir das mit Coal auch vor.
Ich fand es irgendwie drollig, dass er aus den unmöglichsten Situationen irgendwie herausgepoltert ist. Das wird im 2. Buch auch so.

Aber es freut mich, dass du dann doch noch bisschen Spass dran hattest. Es ist ziemlich ungewöhnlich und man muss sich erst reinarbeiten.

LG