[Rezension] A.M. Arimont – Das Flüstern des Teufels [39/2020]

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Verlag: Redrum
Autor: A.M. Arimont
Übersetzung:
Veröffentlichung: 06.10.2018
Genre: Horror
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 120
Preis ebook: 2,99
Herkunft: Kindle Unlimited
Reihe: nein


»Kein Erwachsener hatte uns aufgehalten. Auch später nicht. Nur einer hätte gereicht. Großer Gott, warum hat keiner etwas getan?«

Deutschland, Anfang der Neunzigerjahre. Zwei Jungs, zehn und elf Jahre alt, entführen ein Kleinkind aus einem Einkaufscenter. Was als harmloser Spaß beginnt, entwickelt sich zu einem wahren Albtraum. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Inspiriert von einem wahren Verbrechen.

»Jack Ketchum ist Arimonts größtes Vorbild – Das Flüstern des Teufels das Erbe, das er hiermit antritt.« Büchergnomen.de

Leserstimmen:
»Die deutsche Version von Jack Ketchums Evil.«
»Dieses Buch werde ich nicht mehr vergessen!«
»Gänsehaut beim Lesen!«.

Die Story fängt ganz harmlos an. Wir lernen Sebastian kennen und er erzählt von seiner Kindheit und seiner Freundschaft zu dem 1 Jahr älteren Nikolai. Immer wieder erzählt er, dass etwas schreckliches passiert war, aber der Leser wird bis knapp 40% hingehalten.

Kurz war ich am zweifeln, ob das Buch bei Redrum Cuts richtig eingeordnet ist, als es plötzlich eine Veränderung in der Athmosphäre gab. Im Buch noch nicht, aber ich habe gespürt, dass die Auflösung naht. Was dann allein auf den nächsten 10 Seiten kam, brachte mich innerhalb kürzester Zeit an meine Grenzen und direkt darüber hinaus.

Die Spannung, die Brutalität, die Selbstverständlichkeit und die furchtbar beklemmende Atmosphäre hielten mich bis zur letzten Seite bei der Stange.

An diesem Punkt gehe ich nicht weiter ins Detail, das müsst ihr euch selbst erlesen!

Der Schreibstil ist locker und leicht und sehr direkt. Arimont umschreibt nichts und erzählt das ganze mit der Nüchternheit eines 10 jährigen, die betroffen macht.

Im Nachwort erzählt der Autor, dass die Sicht von 10 jährigen eine Herausforderung war. Ich finde es ist ihm zum größten Teil sehr gut gelungen. An 2-3 Stellen habe ich mich gewundert wie erwachsen die Denke ist. Aber die Charaktere habe mich hier auf voller Länge überzeugt.

Das Tempo hat bis zur Hälfte des Buches gebraucht und hat dann richtig losgelegt. Ich bin ehrlich, ich bin jemand, der sehr schnell Bücher abbricht wenn kein Tempo vorhanden ist. Wäre dieses Buch nicht so dünn gewesen sondern hätte 600 Seiten gehabt, hätte es passieren können, dass der Autor mich im ersten Drittel verloren hätte. (und ich hätte mich dann um eine sehr spannende Geschichte gebracht – das geb ich zu!)

Die Spannung hat genau wie das Tempo etwas gebraucht. Jeder der “durchhält” wird am Ende mit einer schockierenden Eröffnung belohnt, die an Brutalität kaum zu überbieten ist.

Die Idee stammt leider aus einer wahren Begebenheit. Nichts ist brutaler als die Realität . Die Umsetzung der selbigen hat mich sehr gut unterhalten. Ich wollte mit diesem Buch an meine Grenzen gebracht werden und das hat es auf jeden Fall mehr als erreicht. Lasst euch nicht täuschen, hier ist mehr dahinter als ein “einfacher” Thriller! Und für die Redrum Cuts Reihe braucht man “Eier in der Büx” 😉

Bewertung:

Schreibstil
Charaktere
Tempo
Spannung
Idee und Umsetzung

Gesamt:

4.7

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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