[Rezension] Christina Henry – Die Chroniken von Alice [34/2020]

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Verlag: Penhaligon
Autor: Christina Henry
Übersetzung: Sigrun Zühlke
Veröffentlichung: 16.03.2020
Genre: Horror
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 352
Preis ebook: 12,99
Herkunft: Rezi Exemplar von Bloggerportal
Reihe: ja Teil 1 von 5


Unglaublich packend: Diese düstere Neuerzählung von »Alice im Wunderland« wird Ihnen den Schlaf rauben.

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie selbst sich an nichts erinnert. Weder, warum sie sich an diesem grausamen Ort befindet, noch, warum sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren quälen. Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht. An ihrer Seite ist ihr einziger Freund: Hatcher, der geisteskranke Axtmörder aus der Nachbarzelle. Doch nicht nur Alice und Hatcher sind frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und jagt die beiden. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat …

Nichts für schwache Nerven: Henrys Neuerzählung von »Alice im Wunderland« ist brutal – gleichzeitig aber unglaublich packend.



Bei diesem Buch frage ich mich, ob die Klappentext Verfasser das Buch überhaupt gelesen haben. “Nichts für Schwache Nerven” – “Wird Ihnen den Schlaf rauben” ….. okay – vielleicht bin ich einfach abgestumpft, weil ich im Genre Horror zu Hause bin, aber ich fand es weder schockierend noch schlafraubend. Aber gut, der Reihe nach…

Alice lebt seit vielen vielen Jahren in einem Irrenhaus. Sie hat keine Erinnerungen mehr daran, warum sie dort gelandet ist. Sie sieht nur immer wieder blaue Augen und Hasenohren vor sich aufflackern. Damit niemand dort “dumme Sachen” anstellt, werden die Patienten mit unterschiedlichen Pülverchen ruhig gestellt.

Neben Alice in der Zelle ist Hatch. Er ist ein gefährlicher Axt Mörder. Die beiden kommunizieren über ein Mauseloch welches die beiden Zellen verbindet und freunden sich schnell miteinander an. Hatch ist ein Tier von einem Mann und fürchtet nur den “Jabberwock”

Als ein Feuer in der Anstalt ausbricht kann Hatch sich und Alice befreien und die beiden retten sich durch einen Sprung aus dem 3ten Stock in einen Fluss. Sie finden Zuflucht in der alten Stadt und erfahren dort, dass sie auserkoren sind den gefürchteten Jabberwock zu finden. Und damit beginnt ihre Reise durch das Wunderland.

Der Schreibstil ist locker und leicht. Es wird aus der dritten Person erzählt. Und obwohl es sehr viele Gespräche zwischen den Charakteren gab, ließ es sich gut lesen.

Die Charaktere waren natürlich sehr stark an das Original “Alice im Wunderland” angelehnt. Aber das war ja auch Sinn und Zweck des Ganzen. Meine Erinnerungen sind nur noch sehr schwach vorhanden – habe das Original das letzte mal als Kind gelesen, aber ich konnte mich weitestgehend an die Charaktere erinnern und fand die Umsetzung ganz gut. Alice selbst entwickelt sich im Verlauf der Geschichte, wird viel mutiger und selbstständiger. Eine Verbindung allerdings konnte ich zu keinem der Charaktere aufbauen.

Das Tempo hat mir teilweise gefehlt. Ich habe mich streckenweise wirklich durch die Seiten gequält und habe nur weitergelesen, weil es sich locker lesen ließ.

Mit der Spannung war es leider ähnlich. Wirklich gefesselt hat mich die Geschichte nicht. Die beiden sind losgezogen – Roadtripmäßig, nur zu Fuß – haben unterwegs allerlei Leute niedergemetzelt und sind weitergezogen. Das ist alles nur so durchgerauscht und hat nichts in mir bewegt oder mich berührt.

Die Idee und Umsetzung wie sie im Klappentext steht fand ich super. Leider habe ich die so nicht im Buch vorgefunden und bleibe ein wenig enttäuscht zurück. Ich hätte mir mehr aus dem Irrenhaus erhofft, aber der Großteil der Story handelt von der Reise zum Jabberwock und da ist nicht wirklich viel spannendes passiert.

Am Ende lande ich bei glatt 3 Sternen und das entspricht auch genau meinem Empfinden. Ich fand die Story nicht schlecht, aber wirklich mitgefiebert und mitgefühlt habe ich nicht, habe es eher an mir vorbeirauschen lassen ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Bewertung:

Schreibstil
Charaktere
Tempo
Spannung
Idee und Umsetzung

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

Ich bedanke mich recht herzlich beim Bloggerportal und beim Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

2 Comments

  • Das geht mir manchmal auch so mit den Klappentexten….Aber vielleicht hast du Recht – wir sind in Sachen Spannung und Action bisschen was anderes gewohnt.

    Nun – ich werde das Buch in meiner Wunschliste ein bisschen nach hinten schieben. Das ist dann eher mal was, wenn ich nicht so fit bin…

    Ein schönes langes Wochenende.

    • Ich werde auf jeden Fall solche Bücher nicht mehr anfragen. Für die breite Masse ist der Horror sicher ausreichend weil da schon gemetzelt wurde aber für jemanden der Edward Lee und Co liest ist das eine Lachnummer gewesen. Werde neben meinem ebook nun den King beginnen “Brennen muss Salem” bin mal gespannt ob der alte Schinken mich das fürchten lehrt. Edward Lee hat es auf jeden Fall :-O

      Ich wünsche Dir auch ein schönes lesereiches Wochenende!

      LG Tanja

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