[Rezension] Emma Viskic – No Sound – Die Stille des Todes [24/2020]

Verlag: Piper
Autor: Emma Viskic
Übersetzung: Ulrike Brauns
Veröffentlichung: 06.04.2020
Genre: Thriller
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 288
Preis ebook: 12,99
Herkunft: Rezi Exemplar von Netgalley
Reihe: Teil 1 Caleb Zelic
Link zum Buch : hier *WERBUNG*

Als Calebs bester Freund ermordet wird, schwört er, den Täter aufzuspüren. Dabei hat der Privatermittler allerdings einen vermeintlichen Nachteil: Er ist gehörlos. Caleb macht dies zu seiner Stärke, denn er kann Menschen auf den ersten Blick einschätzen, gespielte Emotionen von echten unterscheiden und Lippen lesen. Und er vergisst nie ein Gesicht. Alle Spuren in diesem Fall führen überraschend in Calebs Heimatstadt. Er muss erkennen, dass sein bester Freund dunkle Geheimnisse hatte. Und nicht nur er. Je mehr Caleb herausfindet, desto tiefer werden die Abgründe …

Das Cover ist extrem schlicht und gefällt mir nicht wirklich, dennoch hat es mein Interesse geweckt – eben wegen seiner Schlichtheit und so hat der Verlag alles richtig gemacht.

Wir befinden uns in Melbourne, Gary, der beste Freund von Caleb wird mit durchtrennter Kehle aufgefunden. Beide Männer haben ein kleines Büro für Privatermittlungen und so liegt es nahe, dass sie einer großen Sache auf der Spur waren und sich bei ihren Ermittlungen zu tief in fremde Angelegenheiten gemischt haben.

Am Anfang wirft Emma Viskic mit Personen nur so um sich und ich musste mir wieder Notizen zu jedem Namen machen. Es hat lange gedauert, bis ich in der Story drin war und alle Beteiligten einigermaßen sortiert hatte.

Caleb ist taub und das gibt der Geschichte die spezielle Würze. Er geht anders an die Ermittlungen heran und beobachtet ganz anders als hörende Ermittler. Auch hat die Autorin die Defizite die durch die Gehörlosigkeit entstehen sehr greifbar gemacht. Er bekommt Unterstützung von seiner Kollegin Frankie, die selbst einige dicke Päckchen mit sich rumträgt. Hier werden einige Klischees bedient, aber ich fand trotzdem dass sie der Story nicht geschadet haben.

Interessant fand ich das Thema Gebärdensprache – hatte nie eine Vorstellung davon, dass man zb keine ganzen Sätze gebärdet sondern nur Stichworte. Hier hat die Autorin sorgfältig recherchiert und das Thema solide verarbeitet.

Ab der Hälfte dann kommt das nötige Tempo auf, die Ermittlungen beginnen und die Spannung steigt. Wirklich mitgefiebert habe ich allerdings nicht. Konnte mit Caleb und Frankie nicht so wirklich warm werden – so dass mich die Story am Ende nicht gänzlich überzeugen konnte. Viel Potential was teils auf der Strecke blieb weil ich die Personen verwirrend fand und die Zusammenhänge auch. Trotzdem 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 von meiner Seite aus.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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