[Rezension] Shelby Mahurin – Game of Gold [11/2020]

Verlag: Dragonfly (Harper Collins)
Autor: Shelby Mahurin
Übersetzung: Peter Klöss
Veröffentlichung: 31.01.2020
Genre: Fantasy
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 448
Preis ebook: 13,99
Herkunft: Netgalley
Reihe: Teil 1 von ?
Link zum Buch : hier *WERBUNG*

Niemand darf erfahren, dass Lou eine Hexe ist. Denn sie will weder auf dem Scheiterhaufen enden noch auf dem Opferalter der mächtigen Weißen Hexe, die sie sucht. Um sich im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar machen zu können, stiehlt Lou einen magischen Ring. Leider wird sie dabei ausgerechnet vom Hexenjäger Reid entdeckt. Zwar gelingt es ihr, ihre wahre Identität vor ihm zu verbergen, aber entkommen kann sie ihm nicht. Denn der Erzbischof befiehlt den beiden, zu heiraten. Plötzlich findet sich Lou als Frau eines Hexenjägers wieder, dem sie zudem gegen ihren Willen immer näher kommt …

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zum Inhalt. Der Klappentext sprach mich sofort an.

Allerdings hatte ich am Anfang meine Probleme ins Buch zu kommen, es fielen sehr viele französische Begriffe, aber nach einer Weile war ich damit vertraut und konnte dem Verlauf der Story gut folgen.

Der Schreibstil von Shelby Mahurin ist locker und leicht. Sie hat eine wundervolle eigene Fantasy Welt geschaffen ohne den Leser mit ihrer Komplexität zu erschlagen. Ich habe bei Fantasy Büchern immer Angst, dass alles zu komplex verwoben ist, das ist hier nicht der Fall. Belterra und seine Bewohner waren authentisch und interessant aufgebaut. Hier hätte ich mir allerdings gerne noch etwas genauere Erklärungen über Belterra selbst gewünscht, wo es liegt, welches Jahr wir haben u. ä.

Erzählt wird aus Lou’s und Reid’s Sicht – meistens abwechselnd. Am Anfang passiert noch ziemlich wenig und mir ging das Gezanke und Gestreite von Lou und Reid gehörig auf den Keks. Vorallem Lou war sehr kindlich und bockig und total anstrengend. Hat sich gegen alles und jeden aufgelehnt, Als sie sich dann endlich mit Reid zusammengerauft hatte, wurde es endlich spannend und die Story hatte Platz für andere Handlungen als ihre Streitereien.

Mir hat besonders die Idee gefallen, dass jeder Zauber von Lou ein gleichwertiges Opfer braucht um zu wirken. Ihre Freundin Coco war eine andere Hexe als Lou. Die unterschiedlichen Spezies haben die Geschichte nochmal spannender gemacht. Coco war allerdings genauso frech wie Lou – weshalb die beiden wirklich gut zusammen gepasst haben.

Reid war mir von Anfang an sympathisch, obwohl er gerade zu Beginn doch sehr unter dem Scheffel seines Ziehvaters und Chefs – dem Erzbischoff stand. Aber auch er entwickelt sich im Verlauf noch weiter.

Mein liebster Charakter aber war Ansel. Der 16-jährige Novize hatte das Herz am rechten Fleck und war immer Manns genug auch für seine Meinung einzustehen. Ich habe mich sehr gefreut, dass er im Verlauf der Geschichte immer mal wieder aufgetaucht ist.

Mit “Game of Gold” hat Shelby Mahurin ein wahrlich fantastisches Debüt geschaffen. Ihre Haupt – wie Nebencharaktere sind durchweg authentisch und spannend gezeichnet. Einzig über Belterra fehlten mir ein paar Informationen. Am Anfang war die Story etwas schleppend durch die vielen Streitereien, belohnt einen aber dafür danach mit einer wirklich spannenden und gut durchdachten Handlung. Klare Empfehlung von meiner Seite aus!

Der Zweite Teil wird noch etwas auf sich warten lassen, der Englische erscheint erst im September 2020.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Dragonfly Verlag und bei Netgalley Deutschland für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Meine Meinung wurde dadurch natürlich nicht beeinflusst!

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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