[Rezension] Lena Johannson – Jahre an der Elbchaussee (2) [01/2020]

Verlag: Aufbau Verlag
Autor: Lena Johannson
Übersetzung:
Veröffentlichung: 06.12.2019
Genre: Familiensaga, Historisch
Zeitalter: Ende 1920
Seiten: 407
Preis ebook: 9,99
Herkunft: Rezensionsexemplar Netgalley
Reihe: Hamburg Saga Teil 2/3
Leseprobe : hier * WERBUNG

Zeit der Entscheidung. Hamburg 1925. Frieda ist überglücklich, ihre Hochzeit steht kurz bevor, und die Schokoladenmanufaktur feiert immer größere Erfolge. Endlich scheint sie ihren Platz im Familienunternehmen gefunden zu haben. Vor der Ehe möchte sie noch einmal mit ihren Eltern auf Reisen gehen, gemeinsam wollen sie ihre Verwandten in Amerika besuchen. Dort erwartet die Hannemanns eine Überraschung: Sie lernen die uneheliche Halbschwester des Großvaters kennen, von der niemand in der Familie wusste. Die Begegnung mit der alten, selbstbewussten Dame hat Frieda tief beeindruckt – ob es ihr ebenfalls einmal gelingen wird, mit so viel Zufriedenheit und Ruhe auf ihr Leben zu blicken? Zurück in Hamburg steht erst einmal die Planung der Hochzeit an, dann jedoch taucht unerwartet ihre erste große Liebe auf. Es liegen schicksalhafte Jahre vor Frieda, in denen sie nicht nur für ihr persönliches Glück kämpfen muss, sondern sich auch mit der schweren Aufgabe konfrontiert sieht, ihrer jüdischen Freundin Clara in den politisch finsteren Zeiten zur Seite zu stehen.

3,5 Sterne aufgerundet auf 4 – Dieses ist der 2. Teil der Hamburg Saga von Lena Johannson. Der erste Teil war eins meiner Highlights im Jahr 2019 und hat mein Interesse für historische Themen aktiviert.

Obwohl es gut 8 Monate her war wo ich den ersten Teil gelesen habe, hatte ich keine Probleme wieder ins Geschehen einzusteigen. Lena Johannson hat ganz geschickt verteilt immer wieder kleine Begebenheiten oder Szenen wiederholt, so dass die Erinnerungen schnell wieder da waren.

Trotzdem hatte ich mit diesem Band so meine Probleme. Über eine Strecke von knapp 2/3 des Buches fand ich die Hauptprotagonistin Frieda furchtbar anstrengend. Habe ich in Band 1 noch ihren Kampfgeist und ihren Ehrgeiz geliebt, so war mir das zuviel im zweiten Teil. Frieda erschien mir sehr oft unreif und sie hat übereilt und zickig reagiert. Sie lässt ihrer Wut freien Lauf und verletzt bewusst ihre Freunde und Familie. Sie verheimlicht Dinge und ist in meinen Augen einfach nicht sie selbst. Auch wenn sich diese Dinge im Verlauf der Geschichte geklärt haben fand ich ihr Verhalten total unangemessen und überzogen.

So habe ich mich ziemlich durch die Seiten gequält und habe immer über Frieda geschimpft. Im letzten Drittel konnte die Autorin mich dann wieder für sich gewinnen und die Geschichte nahm auch endlich an Fahrt auf. Das Ende hat mich überzeugt und ich bin froh, dass ich trotz der für mich sehr langen Durststrecke durchgehalten habe und bin sehr gespannt wie es im letzten Teil, der im Juli diesen Jahres erscheinen soll weitergeht.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag



3 thoughts on “[Rezension] Lena Johannson – Jahre an der Elbchaussee (2) [01/2020]

  1. Guten Morgen Tanja

    Das ist schade, dass dich der zweite Teil nicht von Anfang an abholen konnte. Kommen noch weitere Teile?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Gisela

    • Nordlicht Lari

      Guten Morgen liebe Gisela,

      ja ein finaler Band erscheint im Juli diesen Jahres. Den werde ich auf jeden Fall lesen weils dann nämlich direkt um die NS Zeit geht – vermute ich mal weil hier schon die Anfänge der Judenverfolgung Thema war.

      LG Tanja

  2. Ich beneide dich ja, das so viele Bücher in deiner Heimat spielen, das würde ich mir auch mal wünschen. Der Klappentext wäre schonmal genau meins, ich schau mir gleich mal den ersten Teil an. Schade das du dich zwischendurch mal quälen musstest, ich kenne das ja auch…manchmal fangen bestimmte Protagonisten einfach an ein bisschen nervig zu sein. Umso besser das dir das Ende dann wieder mehr Spaß gemacht hat. Tolle Rezi!

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