[Rezension] Engelskalt – Samuel Bjork [36/2019]

Engelskalt von Samuel Bjork

Verlag: Goldmann
Autor:  Samuel Bjork
Veröffentlichung: 20.04.2015
Genre: Thriller
Zeitalter: Gegenwart
Seiten: 544
Preis ebook: 9,99
Reihe: Teil 1 Komissar Munch Reihe

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird …

Wow, was für ein Thriller!!! Ich bleibe atemlos zurück und muss erstmal nach Luft schnappen.

Kaum vorzustellen, dass dieses hier Samuel Bjorks Thriller Debut war.

Dieser Thriller hat alles was ich mir nur wünschen kann und noch viel mehr! Tolle Charismatische Ermittler, denen nicht alles zufliegt, die selbst ihre Päckchen (oder im Fall von Mia – Pakete) mit sich herumtragen, atmenberaubende Ermittlungen und einen Spannungsbogen der sich bis zur letzten Seite wie ein roter Faden durch das Buch zieht.

Holger Munch ist ein Raucher – ja das ist glaube ich das wichtigste, der Glimmstengel ist sein bester Freund und hilft ihm bei seiner Ermittlungsarbeit beim nachdenken und runterkommen. Er bildet mit Mia Krüger die Leitung des Ermittler Teams.

Mia war auf einer ruhigen Insel mit kiloweise unterschiedlicher Psychopharmaka auf dem Weg ihrem Leben ein Ende zu bereiten und zu ihrer geliebten Schwester Sigried in den Himmel zu reisen. Holger findet sie bevor sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann völlig zugedröhnt und zeigt ihr die Fallakten eines Kinder Serienmörders. Mia sträubt sich und will einfach mit dem Leben abschliessen, aber der Fall weckt ihr Interesse, weil sie auf den Bildern etwas gefunden hat, was den Ermittlern vorher nicht aufgefallen ist. Die beiden Morde sind erst der Anfang.

Obwohl Mia Krüger die meiste Zeit am Trinken und zugenebelt war brillierte sie durch geistige Überlegenheit. Kein Ermittler kann Fälle wie sie sehen und verstehen. Obwohl sie eine völlig kaputte Type war die im Grunde die Schwelle zum sterben schon überschritten hatte, musste man sie einfach mögen. Hinter der Fassade steckt eine tot traurige und einsame Frau die mit dem Leben abgeschlossen hatte weil ihr niemanden und nix mehr im Leben geblieben ist. Der Fall hat sie total vereinnahmt und je tiefer sie drin steckt, desto weiter weg rutschen die Todesgedanken und der Wunsch bei Sigried zu sein. Eine tolle Entwicklung.

Schon früh dachte ich, dass ich den Fall gelöst habe weil alles so offensichtlich war, aber Samuel Bjork hat es geschickt verstanden die gefühlt 100 Personen mit einander zu verweben und ein großes Ganzes zu schaffen. Erst auf den letzten Seiten erfahren wir den wirklichen Täter und auch wenn man zwischendurch sicher schonmal kurz so eine Vermutung hatte ist man am Ende überrascht.

Ich habe das Buch inhaliert und kann wirklich meinen Hut ziehen. Genau SO stelle ICH mir einen Thriller vor. Von A-Z genau SO! Mit großer Freude habe ich gesehen, dass der zweite Teil der Reihe seit Dezember 2018 draussen ist und der dritte in genau 4 Tagen erscheinen wird!

Ich verteile eine absolute klare Leseempfehlung! Niemals hätte ich erwartet, dass mich das Buch so überzeugt! Merkt euch den Namen Samuel Bjork!

2 comments on [Rezension] Engelskalt – Samuel Bjork [36/2019]

  1. Woooow. Da freu ich mich gleich noch viel mehr auf das Buch! Toll, dass dich der Thriller so überzeugen konnte, man kann deine Begeisterung fast schon fühlen. Tolle Rezi, ich bin gespannt auf den Thriller süße

  2. Hallo liebe Tanja

    Da siehst du mal, was wir für ungelesene Schätze rumliegen haben. Bei den Ermittlern ist es jedoch meistens so, dass sie ein Päckchen zu tragen haben. Der hier braucht Nikotin, wieder irgendeiner ist trockener Alkoholiker usw. Klar, das macht sie sympathisch. Ist jedoch nichts Neues. Da hat der Autor die Messlatte ganz schön hochgelegt. Wenn der erste Roman schon so ein Knüller ist! Ich werde diesen Thriller endlich mal vom SuB runter holen müssen. Eine Idee für nächste Woche Sonntagsaktion.

    Eine sehr ansprechende Rezension von dir. Danke.
    Liebe Grüße,
    Gisela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.