[Rezension] Broken Dolls – James Carol [20/2019]

Verlag: dtv
Autor: James Carol
Veröffentlichung: 01.11.2014
Genre: Thriller
Seiten: 384
Preis ebook: 3,99
Reihe: Teil 1 Jefferson Winter

Er ist kein gewöhnlicher Ermittler. Jefferson Winter ist Profiler. Und der Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, grausame Täter wie seinen Vater zur Strecke zu bringen. Doch manchmal fragt er sich, ob er etwas von dessen dunkler Seite geerbt hat. Ob das der Grund dafür ist, dass er sich so gut in sadistische Mörder hineinversetzen kann Für einen besonders verstörenden Fall wird er nach England gerufen: Bereits vier junge Frauen sind einem perfiden Täter in die Hände gefallen, der seine Opfer nicht tötet, sondern ihnen einen Teil des Gehirns entfernt womit er ihr Leben faktisch vernichtet. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson muss und wird alles daransetzen, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.

Der Klappentext klingt superspannend und das Cover passt wirklich perfekt dazu. Nachdem meine Freundin das Buch vor einigen Jahren für gut befunden hat, wollte ich es schon lange gelesen haben – aber ihr kennt das ja es rutscht dann irgendwie immer durch…

Der Einstieg fiel mir nicht leicht, ich war bei ca 60 Seiten und habe überlegt ob ich es abbreche. Weniger weil ich es langweilig fand als vielmehr weil ich es so verwirrend fand. Mein Problem, dass ich sehr häufig nicht wusste wer gerade im Dialog spricht – weil die Dialoge einfach aneinander gereiht waren ohne Füllwörter wie „Er sagte“ , „erwähnte sie“ oder ähnlichem zog sich wirklich bis zum Ende des Buches. So musste ich häufig die Dialoge wieder und wieder lesen und abzählen wer wann gesprochen hat um den Zusammenhang zu bekommen. Das fand ich schon etwas lästig.

Die Story nimmt aber nach einer kurzen Vorlaufzeit Fahrt auf und packt einen. Irgendwann war mir das mit den Dialogen egal und ich habe einfach weiter gelesen.

Der Hauptcharakter Jefferson Winter ist faszinierend. Nicht nur weil sein Vater Serienkiller war,  sondern weil er sein ganz eigenes Ding fährt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht Serienmörder zu stellen und geht fast über Leichen um an sein Ziel zu kommen. Er ist gnadenlos und scheut keine Schmerzen oder brenzlige Situationen. Aber er ist nicht übertrieben wie ein Superheld sondern total realistisch – ich nehme Carol alle Figuren ab, sie wirken authentisch und entwickeln sich während der Story. Besonders die Arbeitsbeziehung zwischen Winter und Templeton war unterhaltsam. (die beiden gehen mit einander um wie ein Ehepaar nach 20 Jahren Ehe)

Ich wusste sehr schnell wer der Täter ist, aber das tut der Story absolut keinen Abbruch, da Carol ihn  auf dem Silbertablett präsentiert hat, kann ich das leider auch nicht zu meinen Super Detektiv Fähigkeiten rechnen.

Wir lesen abwechselnd von den Ermittlungen, vom 5ten Opfer in der Gefangenschaft und von Jefferson wie er sich in den Täter rein versetzt und die Szenen im Kopf nachspielt. Keiner dieser Erzählstränge wird langweilig und ich habe mich das ganze Buch über sehr gut unterhalten gefühlt.

Ich hatte vor dem Buch keine Ahnung von einer Lobotomie und wusste nicht was ein Orbitoklast ist. (ihr könnt es auf dem Cover sehen) Carol hat es geschafft, durch seine detaillierten Beschreibungen der Taten mein Interesse über diese mittelalterliche Behandlungsmethode zu wecken.

Insgesamt gab es nur ein paar Kleinigkeiten wie zb die Dialoggeschichte die nicht ganz für 5 Sterne reichen aber eine Leseempfehlung gibt es trotzdem.

Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

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