[Rezension] Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. – Ava Reed [16/2019]

Verlag: Ueberreuther
Autor: Ava Reed
Veröffentlichung: 15.02.2019
Genre: Young Adult
 Übersetzung:  keine
Seitenanzahl: 320 Seiten
Preis ebook: 14,99
Reihe: keine

Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind.
Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen?

Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte …

Von Ava Reed habe ich bereits „Wir fliegen, wenn wir fallen.“ gelesen und war hellauf begeistert. Dieses Buch hier soll ihr ehrlichstes sein und der Klappentext verspricht, dass wir mit Themen konfrontiert werden, die die meisten von uns kennen aber nicht nach Aussen tragen.
Schon beim Vorwort hat es mich erwischt und ich musste heulen, das fängt ja gut an…..
Wir begleiten Leni ein junges Mädchen, welches im Abschlussjahrgang ist und zusammen mit ihrer besten Freundin Emma kurz vor dem Abi steht. Während Emma alles zuzufliegen zu scheint ist der Schulalltag, die Prüfungen der Stress für Leni eine enorme Herausforderung. Sie weiss nicht was sie nach dem Abi machen möchte und fühlt sich von einem auf den nächsten Moment total überfordert und hilflos.
Langsam aber sicher verselbstständigt sich Lenis Angst und entwickelt sich zu einer ausgewachsenen Angststörung und Depressionen.  Ihr Leben ist total auf den Kopf gestellt und sie sieht sich zu Hause – gefangen in den 4 Wänden nicht mehr in der Lage hinaus unter Leute zu gehen. Sie schafft es nicht mal sich bei ihrer besten Freundin zu melden und kapselt sich total von der Außenwelt ab. Sie begreift, dass sie Hilfe braucht und redet nach einem erneuten Zusammenbruch mit ihren Eltern und die Odyssee mit Arztbesuchen nimmt ihren Lauf. Erst nach vielen Monaten und vielen Ärzten steht die Diagnose endlich und sie wird auf eigenen Wunsch in eine Psychiatrische Klinik eingeliefert.
Ich habe sooo unglaublich mit Leni mit gelitten. Ich kenne selbst Menschen die eine ähnliche Angststörung haben (ich selbst habe in unregelmäßigen Abständen) Panikattacken und Ava Reed hat die Qualen wirklich realistisch transportiert. Für gesunde Menschen ist das sehr schwer nachzuvollziehen was in einem Kranken Menschen in dem Moment vorgeht und warum er so handelt. So kann nur jemand schreiben, der das Leid am eigenen Leib erfahren hat!
Das Buch war so herzergreifend und wundervoll. Es hat mich wirklich tief im Herzen berührt und an sich gefesselt, ich musste unbedingt weiterlesen und wissen was mit  Leni passiert. Liebevoll geschmückt mit handschriftlichen Tagebucheinträgen und versteckte Botschaften voller Hoffnung, Zuversicht und verdammt viel Mut!
Ich würde grundsätzlich sofort eine klare Leseempfehlung aussprechen weil das Buch WIRKLICH toll ist! ABER ich kann mich Ava Reed selbst nur anschließen, sie hat eine kleine Warnung im Vorwort und richtet sich an all jene, die unter Angststörungen leiden. Das Buch kann dazu führen, dass sensible Menschen evtl. Panikattacken davon bekommen. Die Art und Weise der Anfälle ist schon sehr detailliert beschrieben, wer das verträgt dem kann ich dieses Buch wirklich vorbehaltlos empfehlen!
Rechte: Cover / Info – zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag

2 thoughts on “[Rezension] Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. – Ava Reed [16/2019]

  1. Hey Tanja,vielen Dank für diese wundervolle Rezension :)Das Buch steht auf meiner Wunschliste. Ich muss gestehen, dass ich selbst leider noch kein Buch von Ava Reed gelesen habe. Aber viele schwärmen ja von ihren Büchern. Das muss ich also unbedingt mal nachholen.Liebe GrüßeCharleen

  2. Huhu Charleen, sehr gerne, freut mich wenn Du damit etwas anfangen kannst! Ava Reed muss man lesen, sie hat einen ganz tollen für mich bisher unvergleichlichen Stil Gefühle zu transportieren. Ich verfolge Deinen Blog ja, wenn Du es dann mal gelesen hast werde ich das auf jeden Fall mitbekommen, und ich hoffe, dass es Dich genauso erreichen kann wie mich! Liebe grüße Tanja

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